psychic chasms

Thanks guys, you filled up the afternoon gap. Now there is a lo-fi synth electronic band for every hour of the day:

2pm – 7pm: Neon Indian

7pm – 12pm: Night Jewel

12pm – 5am: Chromatics

5am – 2pm: (sleep)

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Listening to Pissed Jeans feels like downing half a bottle of vodka on a party, then starting a fight, smashing all the furniture, getting thrown out and waking up in your own puke, shivering. But in a funny way.

Nite Jewel (Cargo, London)

16. October 2009

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One year ago I attended Gerrit Starczewski’s Dancing Shoes exhibition in Cologne, which was a part of the c/o pop programme at this time. Since then, I find myself paying more and more attention to people’s footwear. Maybe it’s true that shoes tell a lot about people, at least I’d like to believe in it.

I wonder if Gerrit would be interested in taking a few shots of a band which performs entirely on socks. Nite Jewel is such a band. So what does that tell us? Are Nite Jewel some funny hippies who plant their feet firmly on the ground because they feel drawn to mother earth and appreciate nature and engage in environmentalist activities and have some mushrooms now and then?

I have no idea. What I know is that despite the fact that the band was “sleepy and tired” it was a really beautiful concert, and if you’re free to pay as much as you want AND help Amnesty International at the same time, then so much the better. By the way: Listen to “Want You Back” and watch Arielle at the same time. Just do it.

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The best way to enter a new phase of your life in a foreign country is always to attend a concert as soon as you have arrived, especially if the show is sold out, you don’t have a ticket, received no answer from the label regarding the guest list, have to run to the opposite side of town and smell like a sports team.

The worst way however is to stand in the laser corner all evening, get annoyed by inconsiderate flash photographers all throughout the concert, being not allowed to smoke, having to pay £3,40 for a 0,33 Beck’s and to get up at 9am the next day.

But it was quite beautiful after all. The xx were lovely and Rachael from support act Esben & the Witch actually turned out to be the promising heiress of Beth Gibbons.

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Leonie, bitte nimm ein Soloalbum auf, das so klingt wie “Good Evening”. Die Welt wäre um ein Juwel reicher. Ich programmier’ auch die Beats, versprochen!

WHY? – Eskimo Snow

21. September 2009

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Erinnert sich jemand an diese Ausstellung von schlechter Kunst? Da war eine Schwarzweißzeichnung von einem Fluss bei, der plakativ mit Industrieabfällen vollgesaut war. Autoreifen, Giftfässern und sowas. Darunter stand in Großbuchstaben “WHY?”. Nicht, dass das was mit dieser Musik zu tun hätte, aber ich wüsste trotzdem gerne, wie die Ausstellung hieß.

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Selbst wenn Zoot Woman eine echte Frau wäre, würden die Junior Boys am Synthi-Pissoir immer noch den Kürzeren ziehen. (Nebenan würde Kylie Minogue mit Urinella auf einem Hocker stehen und neckisch lachen.)

HEALTH – Get Color

8. September 2009

HEALTH

Ich weiß, Du hörst lieber richtigen Noise, aber die Idee ist doch: Wenn es solche Bands heute nicht gäbe, würde sich wahrscheinlich niemand mehr für den ganzen wirklich nervigen Kram und die Ideen dahinter interessieren. Ganze Szenen von Musikern würden von satten Maltstream-Kids für ihre Gefühlskälte ausgelacht werden, wie es sonst nur toten Zwölfton-Komponisten passiert. Aber es gibt eben HEALTH aus LA, und mit etwas Glück beweisen sie ein paar unsicheren Nachwuchshörern, dass gute Musik nicht melodisch sein muss.

Patrick Wolf – The Bachelor

3. September 2009

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“Bachelor” muss in der englischsprachigen Linguistik immer als traditionelles Beispiel für Mehrdeutigkeit herhalten. Patrick Wolf hat sich des wissenschaftlichen Erbes ja schon als würdig erwiesen, bevor er es überhaupt angetreten hat. Der alte Diederichsen jedenfalls hat bestimmt seine wahre Soziologenfreude an dem ungefähr interessantesten Popstar, den Großbritannien zur Zeit zu bieten hat. Stichwort Verwandlung und Gender und so. Stehen wir ja drauf, wir Kopfmenschen.

Moderat – Moderat

3. September 2009

moderat

Thom Yorke finde ich gut, und alles, was Thom Yorke gut findet, finde ich auch gut. Moderat ist eine Ausnahme, die finde ich bis auf das großartige “A New Error” nur ganz okay. Dummerweise weiß ich nicht, was Thom Yorke sonst noch so gut findet.

Palodine – Garden of Deceit

3. September 2009

palodine

Sorry, aber der Zug nach 16 Horsepower über Woven Hand ist abgefahren. Es gibt genug düsteren Americana, kauft Euch mal lieber verrücktes Equipment und macht die Jugend neugierig. Genretechnisch ist da bestimmt noch was zu erzählen.

Amanda Blank – I Love You

3. September 2009

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“Okay, also wir dachten uns, Du bist jetzt die neue Peaches, ja? Die neue Peaches! Wir machen hier keinen Lo-Fi. Du bist cool, Du bist abgebrüht, aber viel heißer. Zeig das den Leuten. Wir haben da ein paar Tracks vorbereitet, schau mal, ob Du dafür ein paar Texte zusammenkriegst. Denk dran, Du bist Peaches. Falls Du Hilfe brauchst, sag Bescheid, die Jungs haben immer ein paar Zeilen in petto. Was hältst Du von den Nummern? Hier, nimm ne Linie. Du bist Peaches. Nur heißer.”

Verarscht Tortoise so viel Ihr wollt – in Wahrheit guckt Ihr euch doch auch nen Drum-Katalog an und klopft Polyrhythmen auf dem Oberschenkel. Im Gegensatz zu Euch wissen Tortoise aber, wie man sie a) notiert und b) spielt, also nix mit “Muckermucke” und “Ich geh mal eine rauchen”. Geiler Scheiß!

The xx – The xx

20. August 2009

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Manchmal ist weniger mehr. Stell dir vor, Du bist im Club und guckst dir Leute an. Wer fällt dir auf? Garantiert nicht die verpeppten Hühner auf der Tanzfläche, eher die Weltfremde mit der Limo. Oder stell dir vor, Du Read the rest of this entry »

So ist das Leben: Steve Strange peinlich, besoffen und unorganisiert, Patrick Wolf großartig, samt Wutanfall und Wurst in der Hose.

Kopie von RIDEtheRIKER--cover27--TEXT

Ich schrieb kürzlich, dass grundloses Gutfinden debil sei. Im Umkehrschluss müsste begründetes Schlechtfinden dann ja gut sein, aber ich fühle mich auch dabei nicht immer wohl. Vor allem nicht, wenn jemand Dilettantismus so konsequent durchzieht wie Drinking Coffee From Counselor Troi’s Head. Die machen schon seit ‘93 bei weitem keinen Noiserock, den man nicht später bei Arab on Radar oder den frühen Whirlwind Heat als halbwegs anständige Aufnahme gehört hätte – aber der Bandname! Der Bandname!!

kiz09

Die Welt verändern nützt nichts / Weil es hat ja nicht geklappt

Porno, Adorno. Diskursrap gegen Deutschland, yes!

arbouretum2

Wenn man das Erste besser findet, heißt das oft, dass man das Zweite entweder noch nicht lang genug gehört hat oder einfach zu dumm dafür ist. Gut möglich, dass hier beides zutrifft. Vielleicht ist es auch einfach nicht so gut wie das erste.

The Art of Noise: Dälek hat einfach mal nach drei Liedern die Speaker zerballert. Irgendwie hab’ ich das geahnt. Wie da morgen abend Leute auflegen sollen, weiß ich nicht.

niobe

Immer, wenn ich eine tolle Aufnahme finde, spiele ich sie tot, bis die nächste kommt. Das hat sowas Plattes, Serielles, Unterschichtiges. “Blackbird’s Echo” erfüllt alle Voraussetzungen, um es mal anders zu versuchen: Das Ding ist gebrochen und irritierend genug für meine schnelle Gunst, hat aber die nötige Portion Skill und Gefühl, um auch in ein paar Jahren noch zu gefallen. Wenn ich jetzt einfach mal was anderes höre, sage ich vielleicht irgendwann über Niobe: Da entdeckt man immer was Neues.